Forderungen anlegen und verfolgen

Jede offene Forderung wird mit Schuldner, Forderungsbetrag, Rechnungsdatum, Fälligkeitsdatum, Rechtsgrund und Status geführt. Der Status zeigt klar: offen, mahnstufig (1/2/3), zur gerichtlichen Geltendmachung, in der Vollstreckung, beglichen, ausgebucht. Ein Dashboard zeigt offene Forderungen nach Alter, Schuldner und Mahnstufe — Sie sehen auf einen Blick, was geblieben ist.

Mahnstufen mit Vorlagen

LEGALinhouse implementiert ein gestaffeltes Mahnwesen mit drei Stufen — vom freundlichen Hinweis (Stufe 1) über die deutliche Mahnung (Stufe 2) bis zur letzten Mahnung mit Hinweis auf die gerichtliche Geltendmachung (Stufe 3). Pro Mandant lassen sich Vorlagen anpassen, Karenzzeiten zwischen den Stufen konfigurieren und Mahnkosten pro Stufe hinterlegen.

Forderung überfällig Stufe 1 (z. B. nach 14 Tagen) Stufe 2 (z. B. nach weiteren 14 Tagen) Stufe 3 (z. B. nach weiteren 14 Tagen) Übergabe ins gerichtliche Mahnverfahren

Jede Mahnstufe erzeugt einen Brief in der Korrespondenz — DIN 5008-konform, mit aktuellem Forderungsbetrag inklusive Zinsen und Mahnkosten, und mit Vermerk in der Forderung. Versand frankiert über INTERNETMARKE direkt aus dem System.

Zinsen und Mahnkosten

Verzugszinsen werden tagesgenau gerechnet — je nach Schuldnertyp mit dem entsprechenden Basiszins-Aufschlag (5 Prozentpunkte für Verbraucher, 9 Prozentpunkte zwischen Unternehmern nach § 288 BGB). Der Basiszinssatz wird zentral gepflegt; Änderungen wirken automatisch auf alle laufenden Forderungen ab dem Stichtag.

Mahnkosten werden je Stufe konfigurierbar als Pauschale oder prozentual angesetzt. Bei B2B-Forderungen wird die Mahnpauschale nach § 288 Abs. 5 BGB (40 €) automatisch berücksichtigt, wenn aktiviert.

Was die Rechnung an einem Stichtag ausgibt

Hauptforderung + tagesgenau berechnete Verzugszinsen + akkumulierte Mahnkosten + B2B-Pauschale (falls anwendbar) = Gesamtforderung am Stichtag. Diese Summe steht im Mahnschreiben, in der Forderungsübersicht und beim Übergang ins gerichtliche Mahnverfahren — konsistent und nachvollziehbar.

Gerichtliches Mahnverfahren

Bleibt eine Forderung nach Stufe 3 offen, bereitet LEGALinhouse das gerichtliche Mahnverfahren vor: Erstellung eines Antrags-Entwurfs auf Erlass eines Mahnbescheids, mit allen erforderlichen Angaben aus der Forderung. Der Mitarbeiter prüft, ergänzt ggf. und reicht den Antrag selbst beim zuständigen Mahngericht ein. LEGALinhouse erbringt selbst keine Rechtsdienstleistung — das System bereitet den Schritt vor, der Mitarbeiter führt ihn aus.

Der Übergang ins gerichtliche Mahnverfahren wird in der Forderung dokumentiert; ab diesem Punkt läuft die Forderung als Fall mit eigener Aktennummer.

Verknüpfung mit Fall und Korrespondenz

Eine Forderung steht selten allein. Sie verweist auf einen Vertrag (z. B. Lieferung, Werkleistung), generiert Korrespondenz (Mahnungen, Antworten des Schuldners) und kann in einen vollwertigen Fall übergehen, wenn es streitig wird. Diese Verknüpfungen sind im UI sichtbar — Sie navigieren von der Mahnung zur Rechnung zum Vertrag zum Kundengespräch, ohne das Tool zu wechseln.