Die Lücke
Ein deutscher Konzern hat in der Regel eine eigene Rechtsabteilung mit Spezialisten je Rechtsgebiet, ein professionelles Vertragsmanagementsystem, ein Fristenüberwachungssystem, einen Datenschutzbeauftragten in Vollzeit und einen Compliance-Officer. Das alles kostet, aber es ist eingerechnet — und es lohnt sich, weil die schiere Menge an Rechtsfragen pro Tag einen Apparat rechtfertigt.
Der typische deutsche Mittelständler — eine Spedition mit 40 Mitarbeitern, ein Maschinenbauer mit 120, eine Steuerberatungsgesellschaft mit 25 — hat genau dieselben Rechtsfragen, nur in geringerer Frequenz. Verträge müssen geprüft werden. Mahnungen müssen rausgehen. Fristen müssen gehalten werden. DSGVO-Anfragen müssen beantwortet werden. AVV müssen geschlossen werden. Und ein Vorfall in einem KMU ist nicht weniger meldepflichtig als einer in einem DAX-Konzern.
Wer übernimmt das? Meistens der Geschäftsführer nebenbei, eine Assistenz mit halbwegs juristischem Verständnis, oder — wenn es brennt — der externe Anwalt mit Stundensätzen, die der Mittelstand sich für Tagesarbeit nicht leisten kann.
Was Großunternehmen heute haben
Ein gut aufgestelltes Großunternehmen hat heute typischerweise:
- Eine Inhouse-Rechtsabteilung mit mehreren Volljuristen, oft mit Spezialgebieten
- Ein dediziertes Vertragsmanagementsystem mit OCR, Klausel-Bibliothek und Workflow
- Ein Fristen-Tracking-System, integriert mit dem Kalender der relevanten Personen
- Ein Dokumentenmanagementsystem mit Volltextsuche und Versionierung
- Eine Compliance-Software für DSGVO, EU AI Act, branchenspezifische Anforderungen
- Inzwischen oft: KI-Tools für Recherche und Dokumentengeneration, eingebettet in den Workflow
All das ist nicht zufällig dort — es macht die Arbeit messbar besser. Verträge werden nicht mehr in Schubladen vergessen. Fristen werden nicht mehr verpasst. Compliance wird nicht mehr im Krisenfall improvisiert.
Was KMU bisher fehlt
Der Mittelstand hat einen oder zwei dieser Bausteine — selten alle. Üblicher Stand:
- Verträge liegen als PDFs in einem geteilten Ordner oder in Aktenschränken.
- Fristen stehen in einer Excel-Datei (oder zwei nicht synchronen Excel-Dateien).
- Mahnungen schreibt die Buchhaltung in Word.
- Das Verarbeitungsverzeichnis nach Art. 30 DSGVO ist ein PDF aus 2020, niemand pflegt es.
- Bei einer wichtigen Rechtsfrage ruft man den externen Anwalt — und zahlt 280 € pro Stunde für eine Frage, die intern in 20 Minuten lösbar wäre, wenn man die richtigen Werkzeuge hätte.
Das ist kein Bashing des Mittelstands. Das ist eine logische Folge davon, dass es bisher kein integriertes, bezahlbares Werkzeug für genau diese Größe gab. Enterprise-Software ist zu teuer, zu schwer einzuführen und zu komplex zu pflegen. Einzeltools (nur Vertragsmanagement, nur Fristen, nur DSGVO) sind zu fragmentiert. Excel-Eigenbau ist zu fehleranfällig.
Werkzeug-Gleichheit, nicht Wissens-Ersatz
LEGALinhouse füllt diese Lücke — aber nicht, indem es einen Volljuristen ersetzt. Wir bauen das Werkzeug, mit dem ein qualifizierter Mitarbeiter im Mittelstand dieselbe Produktivität erreicht wie sein Kollege im Konzern. Konkret:
- Eine Plattform, nicht acht. Fallmanagement, Verträge, Fristen, Korrespondenz, Dokumente, Forderungen, Datenschutz, KI — am selben Datenmodell. Keine Integrationsprojekte, keine Datensilos.
- KI als Beschleuniger. Mit 19 deutschen Rechtsspezialisten und Knowledge-Graph-Quellen — gleichwertig zu dem, was Großunternehmen über teure Recherche-Suites bekommen, aber direkt im Fall-Kontext.
- Eine Mitarbeiter-orientierte Kostenstruktur. Wir richten unser Preismodell daran aus, was ein Mitarbeiter im Mittelstand wert ist — nicht daran, was eine Enterprise-Lizenz sein "darf". Details folgen, wenn wir aus der Beta in den allgemeinen Verkauf gehen.
- DSGVO und EU AI Act eingebaut, nicht draufgesetzt. Compliance ist im Datenmodell, nicht im Marketing.
Was Waffengleichheit nicht bedeutet
Es bedeutet nicht, dass ein KMU plötzlich einen volljuristischen Apparat bekommt. Es bedeutet, dass die Mitarbeiter, die ohnehin schon mit Rechtsfragen befasst sind — Geschäftsführer, Assistenzen, Inhouse-Juristen — produktiver werden. Wenn die Buchhaltung 30 Mahnungen pro Monat schreiben muss, dann mit Vorlagen, korrekter Zinsrechnung und INTERNETMARKE — nicht händisch in Word.
Was wir nicht versprechen
LEGALinhouse versteht sich als Produktivitätswerkzeug. Wir versprechen nicht:
- Keine Rechtsberatung. Wir geben keine verbindlichen Rechtsempfehlungen — auch nicht durch die KI. Mehr dazu unter RDG und Grenzen.
- Kein Ersatz für externe Anwälte. Komplexe Mandate, Schriftsätze in laufenden Verfahren, Beratung zu strategischen M&A-Fragen — das ist anwaltliche Tätigkeit, und sie soll es bleiben. LEGALinhouse wird Sie dabei besser vorbereiten, nicht den Anwalt ersetzen.
- Kein Plug-and-Play für jeden Branchenspezialfall. Wir decken die typischen Anforderungen einer KMU-Rechtsabteilung ab. Branchenspezifische Anforderungen (Medizinprodukte, Banken, Pharma) brauchen oft ergänzende Spezialsysteme — die wir nicht ersetzen.
Für wen LEGALinhouse geeignet ist
Wir bauen für drei Profile:
- KMU mit 1 bis 200 Mitarbeitern, deren Geschäftsführung oder Assistenz die Rechtsfragen heute nebenbei mitmacht — und die endlich ein System dafür haben wollen.
- Kleine Inhouse-Rechtsabteilungen mit ein bis fünf Volljuristen, die ihre Schlagkraft pro Person erhöhen wollen, ohne ein Enterprise-Projekt zu starten.
- Externe Anwälte mit KMU-Mandanten, die ihren Mandanten ein professionelles Werkzeug an die Hand geben wollen, statt ihnen Excel-Vorlagen zu schicken.
Wer in eines dieser Profile passt: Beta-Zugang anfragen. Wer skeptisch ist: RDG und Grenzen beschreibt, was wir nicht tun — vielleicht klärt das die Skepsis.