Was die KI im Alltag leistet
Die KI in LEGALinhouse ist kein freistehender Chatbot, sondern eine Schicht, die in jedem Modul aktiv ist — immer mit dem Kontext des Falls, in dem Sie gerade arbeiten. Typische Aufgaben:
- Recherche: "Welche BGH-Urteile zur Schriftform bei Mietverträgen sind hier einschlägig?" — die KI liefert verifizierte Aktenzeichen mit kurzer Zusammenfassung.
- Entwurfsgenerierung: Schriftsätze, Mahnschreiben, Stellungnahmen, Kündigungen — als DIN 5008-konformer Brief, immer als Entwurf zur Prüfung.
- Vertragsanalyse: KI-gestützte Metadaten-Extraktion aus PDF-Verträgen mit Kurzzusammenfassung.
- Sachverhalts-Strukturierung: Unstrukturierten Sachverhalt in eine geordnete Form überführen, mit Zeitachse und Beteiligten.
- Fristen-Erkennung: Eingehende Schreiben werden auf Fristen geprüft, Vorschlag landet im Postkorb.
- Klassifizierung: Eingehende Dokumente und Korrespondenz dem richtigen Fall und Vorgangstyp zuordnen.
19 deutsche Rechtsspezialisten + internationale Profile
Eine generische KI gibt generische Antworten. LEGALinhouse routet jede Anfrage an einen passenden Rechtsspezialisten — einen System-Prompt mit eigenem Vokabular, Standardliteratur und Retrieval-Konfiguration. Für das deutsche Recht sind das 19 Spezialisten: u. a. Arbeitsrecht, Mietrecht, Gesellschaftsrecht, Vertragsrecht, IT-Recht, Datenschutzrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Verwaltungsrecht.
Hinzu kommen weitere Spezialistenprofile für internationale Rechtsordnungen, insgesamt über 140 Profile. Wer eine internationale Frage stellt (z. B. Vertrag nach US-Recht oder UK-Recht), bekommt einen Spezialisten, der zumindest die Grundzüge der relevanten Rechtsordnung kennt — bei substanziellen Fragen ist das ein Hinweisgeber, kein Ersatz für lokale Beratung.
So sieht das im Alltag aus
Sie öffnen den Chat in einem Fall zum Thema Mietkündigung. LEGALinhouse erkennt: deutsches Mietrecht. Der Mietrechtsspezialist wird geladen, die einschlägigen §§ BGB werden vorab in den Kontext geholt, und die Antwort zitiert nur Urteile, die in der Urteilsdatenbank existieren. Wechseln Sie in den nächsten Fall (z. B. Datenschutz), übernimmt automatisch der Datenschutz-Spezialist.
Streaming-Antworten in Echtzeit
Wer auf eine KI-Antwort wartet, weiß: Drei Sekunden für eine zweisätzige Frage ist erträglich, aber 30 Sekunden für eine längere Recherche zerstört den Workflow. Daher liefert LEGALinhouse Streaming-Antworten in Echtzeit — Sie sehen, wie die Antwort entsteht, können vorzeitig abbrechen, wenn Sie merken, dass die KI in die falsche Richtung läuft, und können während des Tippens schon mitlesen.
Quellen, die existieren
Halluzinierte Aktenzeichen sind der häufigste Fehler in juristischer KI. LEGALinhouse verhindert ihn auf zwei Ebenen: Generierungszeit-Constraint (die KI darf nur aus einer retrievten Liste echter Urteile zitieren, mit strukturiertem Gericht/Datum/Aktenzeichen aus dem Graph) und Post-hoc-Validierung (jede Quellenangabe im Output wird gegen die Urteilsdatenbank geprüft und ggf. markiert).
Die Details stehen im Konzept zur KI-Architektur. Praktischer Effekt: Wenn ein Aktenzeichen in einer Antwort steht, dann existiert es — oder es ist explizit als unverifiziert gekennzeichnet.
Human-in-the-Loop
KI-Output verlässt LEGALinhouse nie ohne menschliche Freigabe. Briefe gehen erst raus, nachdem ein Mitarbeiter sie freigegeben hat. Verträge werden erst eingelesen, nachdem die extrahierten Metadaten geprüft wurden. Fristen werden vorgeschlagen, nicht automatisch gesetzt. Diese Architektur ist nicht Bremse, sondern Schutz — sie hält die fachliche Verantwortung beim Menschen, wo sie hingehört, und macht LEGALinhouse damit RDG-konform: Produktivitätswerkzeug, keine Rechtsdienstleistung.
Tiefer einsteigen
Wer die Architektur hinter der KI verstehen will — Knowledge Graph, Routing, Zitatschutz, 3-Phasen-Anonymisierung — findet alles unter Konzept · KI-Architektur. Datenschutz und EU AI Act im Detail unter Sicherheit & Compliance.